Gunilla Kral Drofenik

Von deinem Kopf lebt höchstens eine Laus
2015
4c Druck, Textilstoff, Polyesterfasern

„Der Mensch lebt durch den Kopf

Der Kopf reicht ihm nicht aus

Versuch es nur, von deinem Kopf

Lebt höchstens eine Laus.“

 

In seinem „Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“ entlarvt Bertolt Brecht die Ambitionen des Menschen als Selbstbetrug, das Scheitern des Menschen liegt an der menschlichen Gesellschaft selbst. „Denn wovon lebt der Mensch?“, fragt Brecht an anderer Stelle und führt eine Reihe von primitiven und moralisch verwerflichen Verhaltensweisen an, die zwar nichts mit Humanität zu tun haben, jedoch die Existenz des Stärkeren sichern. Zu bloßem Parasitenfutter degradiert wird der Mensch nicht von der Laus, sondern von den eigenen Artgenossen.

 


 

Kontakt:

http://www.gunilla.info


 

Geboren am 18. 12. 1977 in Mödling.

Mitglied der IG Bildende Kunst, des Mödlinger Künstlerbunds und der IAPMA.

1996 Matura, danach Studium an der Universität Wien und der Akademie der bildenden Künste Wien, Mag.art.(2002), Mag.phil.(2003), Dr.phil.(2007)

 

Künstlerische Tätigkeit (Auswahl):

1998 „Diversities, Spices & Academies“, kuratiert von Harald Szeemann, Semperdepot, Wien

2000 „Step by Step. Österreich entlang des Sunset Boulevard“, Film der Akademie der bildenden Künste Wien in Zusammenarbeit mit ORF und 3sat, Los Angeles

2005 Nominierung für den Walter Koschatzky Kunst-Preis

2006 Illustrationen zu Rudolf Spann (Hrsg.): „Die Jugend ist eine mühsame Einrichtung. Stilblüten aus Latein- und Geschichtsaufgaben“

2006 „Mail-Art“, National Gallery of Macedonia

2006 Teilnahme an der International Art Colony of Kichevo, Makedonien

2009 „Verweile doch! Du bist so schön“, Brunner Heimathaus

2011 „Wienerwaldweg“, Sala Terrena, Mödling

2012 „Hildegardprojekt Special Edition“, galerie IG Bildende Kunst, Wien

2012 „Die tut nix!“ Kunststation Mödling

2013 „Auf Messers Schneide“, Theater am Steg, Baden

2015 Teilnahme an der internationalen Kunstbiennale in Köszeg, Ungarn